Limitierung als Herausforderung für die Variationslinguistik

Das Varietätenmodell Heinrich Löfflers wird in der germanistischen Linguistik resp. Soziolinguistik sowohl in der Forschung als auch in der Lehre noch immer verwendet, auch wenn es heute in Bezug auf verschiedene Aspekte zu erweitern ist.

Dazu gehören sicherlich die Berücksichtigung der Veränderungen der Medienlandschaft in den letzten 30 Jahren und deren Auswirkungen auf den Sprachgebrauch von Gruppen, die mittels der Unterscheidung von Koch und Österreicher (Mündlichkeit / Schriftlichkeit) nicht mehr differenziert genug beschrieben werden können.

Der Vortrag kann nur einen Aspekt herausgreifen und beschäftigt sich mit einer Bedingung technischer Übertragungsmedien, die den Sprachgebrauch beeinflusst: Limitiertheit. Dieses wesentliche Merkmal unterschiedlicher Übertragungsmedien fördert die Entwicklung eines „Retilekts“* (von lat. rete, retis n ‚[das] Netz‘), dessen Merkmale anhand von aktuellem Beispielmaterial („Currywurst ist SPD“ & „FDPisser„) umrissen werden — lediglich von einer „Kommunikation im Netz“ oder einer „Sprache des Internets“ zu sprechen, trägt nicht mehr weit genug.

Präsentation des Vortrags, gehalten an der HHU Düsseldorf am 23.04.2012.

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* Update (01.05.2012): Markus Stein hat darauf hingewiesen, dass für die Terminologiearbeit auch der Begriff „Plekolekt“ (und damit die Spendersprache Griechisch) mit ins Spiel zu bringen sei. Das habe ich in der Präsentation nicht berücksichtigt, ist aber nun für die weitere Arbeit zu diesem Thema unbedingt mit zu bedenken.

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