Wer hat Angst vor dem Islam? Konstruktionen im Dienst von Argumentationen am Beispiel der Debatte über die Errichtung von Minaretten

Umstrittenes Plakat der rechts gerichteten Schweizerischen Volkspartei (SVP) im Schweizer Minarett-Streit, der mit einem Bauverbot für Minarette in der Eidgenossenschaft endete.

Zugegeben, der Obertitel für einen Vortrag auf der Tagung „Konstruktionen im Spannungsfeld von sequenziellen Mustern, Gattungen und Textsorten“, Münster, 14.11.-16.11.2012, spielt mit einer Erwartungshaltung, die spätestens im öffentlichen Diskurs mit dem Minarett-Streit in der Schweiz offen ausgestellt wurde. „Überfremdung“ und „Islamisierung“ waren bspw. Begriffe, die für den (stets und immer drohenden) „Untergang des Abendlandes“ und der „Angst“ davor in diesem Zusammenhang bemüht worden sind. Der „Kulturkampf“ wurde allerdings auf einem, so scheint es zunächst, Nebenschauplatz geführt: Zielpunkt waren die für verschiedene Moscheen in Planung und Bau befindlichen Minarette, die zur Projektionsfläche, um es neutral zu sagen, nationalistisch-kulturprotektionistischer Argumentationen wurden.

Die Gemeinschaft Ahmadiyya plant in Nürnberg den Bau einer Moschee samt Minarett.

In Nürnberg wird nun in diesem Sommer ebenfalls um ein Minarett gestritten. Im Vortrag stand dieses Beispiel im Mittelpunkt.

Präsentation des Vortrags (PDF)

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Update zum Thema 29.11.12„Türk-TV“ beim Aktionsbündnis „Pro Deutschland“

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