Übungsklausur für den Kurs „Diachrone Beschreibung der deutschen Sprache“

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Übungsklausuren mittels GDrive-Formular.

„Während des Semesters müssen Unsicherheiten der Studierenden in Bezug auf ihren Leistungsstand durch ein breiteres Angebot an Übungsaufgaben und verschiedene Möglichkeiten der (eigenständigen) Lernerfolgskontrolle abgebaut werden — gemeinsames Bewältigen und Lösen von Aufgaben unter Hilfestellung reicht dafür (je nach Thema) nicht aus.“ (Nachbesprechung des Modells „IEE“ im Einführungsseminar WS 2012 / 2013)

Die Übungsklausur zur deutschen Sprachgeschichte (kann hier noch in einem neuen Tab/Fenster aufgerufen werden) bot eine solche Möglichkeit der Lernerfolgskontrolle. Sie war recht symmetrisch aufgebaut — zwei Aufgaben zum Althochdeutschen, zwei zum Mittelhochdeutschen. Die systematische Analyse sprachlicher Besonderheiten bildete jeweils den Schwerpunkt (je 8 Punkte), während in einer kurzen Einordnungsaufgabe weniger Punkte zu erzielen waren (je 2 Punkte). Insgesamt konnten 20 Punkte erreicht werden, ab 11 Punkten wäre die Übungsklausur bestanden gewesen (4,0), mit jedem zusätzlichen Punkt wird das Ergebnis um eine Notenstufe besser (12=3,7; 13=3,3 usf.).

Insgesamt beteiligten sich sieben von 20 Studierenden an der Klausur — das entspricht wohl ungefähr dem, was für freiwillige und fakultative Aufgaben die Regel ist. Wichtig war bei der Erstellung der Klausur, dass die Studierenden sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit den Aufgaben und Lösungen beschäftigen. Deshalb

  1. lösten Sie die Aufgaben (bis zum 14. Juni 2013),
  2. bewerteten ihre Leistung mit einer kurzen Selbsteinschätzung und
  3. korrigierten und bepunkteten eine andere Klausur (bis 20. Juni 2013).

So setzten sie sich drei Mal auf je unterschiedliche Weise mit den Aufgaben auseinander. Wichtig – auch für den Abgleich mit der Bewertung, die ich vornehmen würde – war der letzte Schritt. Hier konnten die Studierenden ihre eigene Lösung mit einer anderen vergleichen. Wie ebenfalls zu erwarten war, sank die Beteiligung am letzten Arbeitsschritt noch einmal: Fünf von sieben Studierenden korrigierten und bepunkteten die Klausuren noch.

Ich möchte nun die Ergebnisse in einer Übersicht vorstellen. Sie berücksichtigt:

  1. Selbsteinschätzung,
  2. die Bewertung (inkl. Note) durch Studierende,
  3. meine Bewertung (inkl. Note).
Die unterschiedlichen Evaluierungsstufen der Übungsklausur im Überblick.

Die unterschiedlichen Evaluierungsstufen der Übungsklausur im Überblick.

Die Studierenden schätzen ihre Leistungen im Schnitt „mittelmäßig“ bis „gut“ ein, das entspräche einer Leistung mit der Note „befriedigend“ bis „gut“. Bewerten Sie ihre Mitstudierenden, schätzen sie die Leistung besser ein — im Schnitt vergaben sie 17 Punkte, was der Note 2,0 entspräche. Ich blieb mit meiner Bewertung, was mich etwas überraschte, zum Teil deutlich unter den Bewertungen, die die Studierenden vornahmen. Im Schnitt gleicht sich dies aber wieder an, dieser liegt bei 16 Punkten und der Note 2,3.  Interessant ist dennoch, vielen Dank für die Anregung, Michael Schäfer, dass die Bewertung durch die Studierenden in der Tendenz mit meiner Bewertung korreliert, unabhängig davon, wie sie selbst abgeschnitten haben.

Das Ergebnis ist insgesamt als gut zu bewerten, vor allem wenn man bedenkt, dass die Studierenden in der Klausur nicht einen althochdeutsche und einen mittelhochdeutschen Text bearbeiten werden, sondern sich – bei der Textaufgabe – für eine Sprachstufe entscheiden können. Daneben wird noch eine allgemeinere Frage gestellt zu einem übergreifenden Thema sowie eine, die sich anhand von Beispielmaterial aus verschiedenen Sprachstufen Lautwandelphänomenen zuwendet.

Für diejenigen, die die Übungsklausur absolviert haben, soll sich aber auch der Aufwand gelohnt haben. Deshalb möchte ich auch die erreichten Teilpunktzahlen offenlegen — man mag daraus Schlüsse ziehen, auf welche Sprachstufe man sich in der Klausur ggf. konzentrieren sollte.

Erreichte Teilpunktzahlen in der Übungsklausur.

Erreichte Teilpunktzahlen in der Übungsklausur.

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