Materialien zum Seminar „Leichte Sprache – einfache Sprache? Empirische Zugänge zu einer Varietät der Verständlichkeit“

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Akzeptabilität als Kriterium. Aus dem Vortrag Leichte Sprache aus sprachw. Perspektive am DHM Berlin, 21.01.2016.

Inhalt

Wie gelingt es, auch jene, die aus verschiedenen Gründen nicht (oder kaum) lesen und schreiben können, nicht von gesellschaftlicher Teilhabe auszugrenzen? Wie gelingt es, jene zu integrieren, die in ihrer Heimat keine Chance auf eine Zukunft sehen und ihre Hoffnung auf ein Leben in unserer Gesellschaft richten? Wir stehen vor einer Reihe großer gesellschaftlicher Herausforderungen, zu deren Lösung Wissenschaft ihren Teil beitragen kann – die Linguistik vor allem im Bereich der Kommunikation.

Das Seminar „Empirie einer funktionalen Varietät Einfache Sprache“ schließt an das Seminar „Leichte Sprache“ (WiSe 2013) an. Stand hier noch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen ‚Regelentwürfen‘ und Prämissen der Leichten Sprache im Vordergrund, so werden es in diesem Seminar empirische Untersuchungen sein. Aus sprachwissenschaftlicher Perspektive gilt es, sich einer funktionalen Varietät Einfache Sprache aus verschiedenen Richtungen zu nähern. Dafür können die Regelsysteme, die für die so genannte Leichte Sprache entwickelt worden sind, erste Anregungen bieten.

Kennzeichen der Varietät Einfache Sprache sind folgende Eigenschaften: Sie dient der Verständigung. Sie ist adressatengerecht. D.h., dass sie nach Niveaustufen differenziert ist, um das Verstehen unterschiedlicher Adressatengruppen zu befördern. Linguistisch sind Ansätze einer perzeptiv orientierten Grammatik und eines gestuften Lexikons zu entwickeln.  In Zusammenarbeit mit dem „Martinsclub Bremen e.V.“ (http://www.martinsclub.de/uber-den-mc/) werden mit verschiedenen Adressatengruppen empirische Untersuchungen durchgeführt, die in Summe dazu führen werden, ein belastbares Set an Merkmalen einer funktionalen Varietät Einfache Sprache zu erarbeiteten.

Angaben

Seminar, 2 SWS, Schein, ECTS-Studium, Teil der Module (B.A.): 3 S-SPR bzw. 3 K-SPR Seminar „Kommunikation und Variation der deutschen Sprache“; Zuordnung in den traditionellen Magister-/Lehramtsstudiengängen: Anrechnung als Übung im Grund- oder Hauptstudium Zeit und Ort: Do 12:15 – 13:45, LS1 – R.106b vom 14.4.2016 bis zum 14.7.2016.

Studienfächer / Studienrichtungen

Deutsch-B-2F 5-6

Voraussetzungen / Organisatorisches

Bitte melden Sie sich so bald wie möglich über dieses Formular, damit ich Sie in den Verteiler für das Seminar aufnehmen kann. Außerdem können Sie mir durch die Beantwortung weniger Fragen die Planung des Seminars wesentlich erleichtern und selbst auf z.B. die thematische Ausrichtung schon im Vorfeld des Seminars Einfluss nehmen.

Empfohlene Literatur zur Einführung

Bock, B. 2014. „Leichte Sprache“: Abgrenzung, Beschreibung und Problemstellung aus Sicht der Linguistik. In: S. Jekat u.a. (Hg.). Sprache barrierefrei gestalten. Perspektiven aus der Angewandten Linguistik. Berlin: Frank und Timme. 17-49.

Düver, J. 2015. Empirische Untersuchung zu Formulierungen in „Leichte Sprache“. Bachelorarbeit CAU zu Kiel.

Lasch, A. 2013. [Ausländische] Menschen [haben Angst] – Wahlkampf in „leichter Sprache“. In: WIR. Magazin der Donnersmarck-Stiftung H. 2/2013. 32f. Online verfügbar unter: http://www.fdst.de/w/files/wir_pdf/wir_2013-2_310713-fin_ansicht.pdf, Stand: 08.12.2015.

Maaß, Chr. & I. Rink & Chr. Zehrer. 2014. Leichte Sprache in der Sprach- und Übersetzungswissenschaft. In: S. Jekat u.a. (Hg.). Sprache barrierefrei gestalten. Perspektiven aus der Angewandten Linguistik. Berlin: Frank und Timme. 53-85.

Maaß, Christiane. 2015. Leichte Sprache. Das Regelbuch. Münster: LIT.

Maaß, Christiane & Ursula Bredel. 2016. DUDEN. Leichte Sprache: Theoretische Grundlagen Orientierung für die Praxis. Mannheim: Bibliographisches Institut.

Themenheft „Leichte und einfache Sprache“ (2014) der Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ) 64. Online verfügbar unter:https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/APuZ_2014-09-11_online_0.pdf, Stand: 08.12.2015.

Rebenstorf, U. 2013. Wie schwer ist leicht? Bundestagswahlkampf 2013 in „leichter Sprache“. In: WIR. Magazin der Donnersmarck-Stiftung H. 2/2013. 30f. Online verfügbar unter: http://www.fdst.de/w/files/wir_pdf/wir_2013-2_310713-fin_ansicht.pdf, Stand: 08.12.2015.

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Artikel zum Thema „Leichte Sprache“ im Sprachpunkt; Stand: 18.10.2013.

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Das „Leichte Sprache“-Blog Hurraki; Stand: 18.10.2013.

 

Seminarplan

Seminarplan (*.pdf)

Literaturverzeichnis

Aktuelle Version der Seminarbibliographie.

Präsentationen

Präsentation zum Seminar, passwortgeschützt (*.pdf).

Vorstellung des Lehr- und Lernprojektes („Service Learning“)

Empirische Zugänge zu einfacher und leichter Sprache

Leichte Sprache: Leicht zu verstehen, schwer zu meistern (Nachbesprechung durch André Westphal)

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