Archiv | Weiterführendes RSS-Feed für dieses Archiv

Die Münchener „Ratsch-Kathl“ oder das kleine Google des 19. Jahrhunderts

19. Dezember 2013

Keine Kommentare

Heute möchte ich nur kurz ein Fundstück aus den Archiven der Bayerischen Staatsbibliothek München vorstellen, die diese, ganz ohne ein Entgelt zu verlangen (OER), der interessierten Öffentlichkeit digital zur Verfügung stellt. Wer sich schon immer fragte, wie man Weihnachtseinkäufe bitte besorgte, noch bevor wir alle, ohne das zu wollen, im Neuland eingebürgert worden sind, der werfe […]

Weiterlesen...

Selig sind die Verfolgenden

21. November 2013

Keine Kommentare

Im Hörsaal bei DRadio Wissen sind Beiträge zusammengestellt, die sich dem Zusammenhang von Politik und Religion widmen. Hörenswert! Wenn die Bibel zur Gewalt aufruft (zur MP3-Datei) — 12.11.2013 Gerd Althoff Kommunismus triumphiert über Christentum (zur MP3-Datei) — 13.11.2013 Detlef Pollack Kampf der Häresie! (zur MP3-Datei) — 14.11.2013 Michael Grünbart

Weiterlesen...

Qual der Wahl

8. September 2013

Keine Kommentare

Entscheidungen muss man nur treffen, wenn man zwei (wenn auch nur scheinbar) gleiche Alternativen zur Wahl hat. Diesem Thema widmet der Hörsaal im DRadio Wissen eine eigene Reihe — fraglos zu einem recht speziellen Zeitpunkt; ein Schelm, der Schlimmes dabei denkt. Entscheiden I – Fluch der vielen Möglichkeiten (zur MP3-Datei) 03. September 2013, 20:05 Uhr […]

Weiterlesen...

Was weiß die Wissensgesellschaft über Wissensordnung?

21. Juni 2013

Ein Kommentar

Dieser Frage widmet DRadio Wissen eine Reihe des Hörsaals. Nur scheinbar stellen ’neue Daten‘ (‚Big Data‘) unsere Wissensordnungssysteme auf die Probe; im Hintergrund bewähren sich Selektions- und Klassifizierungstechniken, in die sich unsere Kultur nach der Erfindung des Buchdrucks sachte einüben durfte. Nun erinnert man sich nach und nach daran und eine Institution und ihr Know […]

Weiterlesen...

Wecken Laute Emotionen?

21. Mai 2013

2 Kommentare

Myers-Schulz et. al. legten im Januar 2013 die Studie Inherent emotional quality of human speech sounds (http://goo.gl/t3q0y) vor, in der sie (zunächst für SprecherInnen des Englischen) herausarbeiteten, dass wahrgenommene F1/F2-Shifts in Kunstworten überproportional oft mit bestimmten Emotionen assoziiert würden. Schließlich gaben sie auch einen Hinweis darauf, dass dies wohl bei Sprecherinnen und Sprechern anderer Sprachen ähnlich […]

Weiterlesen...

Historische Kontexte

8. April 2013

Keine Kommentare

Das Studium der Geschichtswissenschaft ist sicher hilfreich, um die Kontexte kulturellen Wandels näher kennenzulernen, die auch für das Verständnis der Sprachgeschichte notwendig sind. Das kann aber nicht vorausgesetzt werden, ebenso wenig wie ein thematisch weit greifender Geschichtsunterricht in SEK I und II — hier sind ganze ‚Epochen‘ aus den Curricula gedrängt worden. Eine wissenschaftliche Einführung […]

Weiterlesen...

[Ausländische] Menschen [haben Angst]* — Wahlkampf in ‚leichter Sprache‘

2. April 2013

2 Kommentare

I Bevor sich Jan Fleischhauer zu diesem Thema äußert — die Gefahr besteht! –, möchte ich das gern tun. Bald ist Bundestagswahl. Wie 2009 werden die großen politischen Parteien auch in diesem Jahr Wahlkampf mit Wahlprogrammen in ‚leichter Sprache‘ machen. Bei ca. 7,5 Millionen erwerbstätigen Menschen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren in Deutschland (leo. […]

Weiterlesen...

IEE im Einführungsseminar — eine Nachbesprechung

14. März 2013

Keine Kommentare

Dieses Semester habe ich sehnlichst auf die Evaluation des Seminars „Einführung in die deutsche Sprachwissenschaft“ gewartet, erhoffte ich mir doch wichtige (anonyme) Aussagen über den Versuch, das Inverted Classroom Model (ICM) zu einem dreistufigen Modell Introduction // Exercise // Evaluation (IEE) auszubauen und in die Lehre zu implementieren. Ergebnisse der Lehrevaluation zum Seminar Die Ergebnisse sind, wie […]

Weiterlesen...

Wissenschaft im digitalen Zeitalter

16. Februar 2013

Keine Kommentare

Zum Wochenende möchte ich auf einen Beitrag im „Hörsaal“ des DRadio Wissen verweisen, der am 12.02.2013 versendet wurde. In „Blogs, Wiki und Co. Wissenschaftskommunikation digital“ wenden sich Peter Strohschneider und Günter M. Ziegler der Frage zu, welche Konsequenzen sich für die Wissenschaftskommunikation im Zeitalter eines medialen Umbruchs ergeben. Strohschneider argumentiert unaufgeregt über die funktionale Ausdifferenzierung der Medien, die […]

Weiterlesen...

Kreuzworträtselmord

14. Februar 2013

Keine Kommentare

„Tötungsverbrechen in Halle-Neustadt ist aufgeklärt“. Hinter dieser einfachen Meldung vom 21. November 1981 in der Halleschen Tageszeitung steckt die Erfolgsmeldung im wahrscheinlich aufwendigsten Fall der Polizeigeschichte, der nur mittels schriftlinguistischer Erkenntnisse  aufgeklärt werden konnte: Über eine halbe Million „Schreibleistungen“ werden ausgewertet, bis der Entführer und Mörder Matthias S. des siebenjährigen Lars Bense nach 10 Monaten gefasst […]

Weiterlesen...

‚Leichte Sprache‘ — 10 Gestaltungshinweise

3. Februar 2013

9 Kommentare

+++ Hinweis (08.10.16): Dieser Artikel wurde vor drei Jahren veröffentlicht und wird demnächst in einer Überarbeitung aktualisiert werden, da zahlreiche Beobachtungen mittlerweile nach eigenen empirischen Arbeiten zu korrigieren sind. Das betrifft das Verständnis von ‚langen Sätzen‘, Stellung von Adverbialen im Vorfeld, die Nutzung von Kopula- und Passivkonstruktionen, das Präteritum als einfache Vergangenheitsform, konditionale und kausale Nebensätze […]

Weiterlesen...

‚Leichte‘ Nachrichten

3. Januar 2013

8 Kommentare

Der Deutschlandfunk startet aktuell mit einem neuen Angebot in den multimedialen Dschungel — den ‚leichten‘ Nachrichten unter http://www.nachrichtenleicht.de/. Gemeint ist damit, dass diese leicht verständlich formuliert sein sollen, an inhaltlichem Gewicht büßen sie natürlich nicht ein. Die begrüßenswerte Initiative wird durch den Radiosender und eine Gruppe Studierender von der Fachhochschule Köln getragen. Vielleicht darf man […]

Weiterlesen...

Bekenntnisse

1. Januar 2013

Keine Kommentare

Die Confessiones Augustins (354-430) zählen zu den großen Entwürfen spätantiker Literatur, die für das frühe Christentum prägend wurden — gern weist man ihnen den Status der für das Abendland lange einflussreichsten Autobiographie zu. Der Deutschlandfunk widmet nun diesem Lebensentwurf eine mehrteilige Reihe und versendet sie, wahrscheinlich kaum bemerkt, zwischen Weihnachten und Hochneujahr: Mo., 31.12.2012 Teil 1: Das Studium […]

Weiterlesen...

Wer hat Angst vor dem Islam? Konstruktionen im Dienst von Argumentationen am Beispiel der Debatte über die Errichtung von Minaretten

16. November 2012

Keine Kommentare

Zugegeben, der Obertitel für einen Vortrag auf der Tagung „Konstruktionen im Spannungsfeld von sequenziellen Mustern, Gattungen und Textsorten“, Münster, 14.11.-16.11.2012, spielt mit einer Erwartungshaltung, die spätestens im öffentlichen Diskurs mit dem Minarett-Streit in der Schweiz offen ausgestellt wurde. „Überfremdung“ und „Islamisierung“ waren bspw. Begriffe, die für den (stets und immer drohenden) „Untergang des Abendlandes“ und der […]

Weiterlesen...

Phonetik und Phonologie (IEE [ICM]) — frische Eindrücke nach der „Exercise“

8. November 2012

Keine Kommentare

Das ICM (Inverted Classroom Model) habe ich hier an anderer Stelle in eine dreischrittige Methode integriert, die ich vorläufig bezeichnet hatte mit der Formel IEE — Introduction / Exercise / Evaluation und in einem Podcast vorstellte. Introduction In das Thema „Phonetik und Phonologie“ führte ein thematischer Podcast auf der Basis von Grundlagenliteratur ein, der den TeilnehmerInnen des […]

Weiterlesen...

[Vortrag] Zur Struktur chinesisch-japanischer Schriftzeichen

31. Oktober 2012

Keine Kommentare

Passend zur Einführung in die Semiotik im Seminar „Einführung in die deutsche Sprachwissenschaft“ sei hingewiesen auf den Vortrag von Hiroshi Takeuchi am Mittwoch, den 14.11.2012, 18.00, im Audimax der Universität (Hörsaal D): Zur Struktur chinesisch-japanischer Schriftzeichen – ein Vergleich mit dem Alphabet. Aus der Ankündigung: Das Schriftsystem der japanischen Sprache gilt weithin als das komplizierteste […]

Weiterlesen...

Sprachen im Abseits

18. September 2012

Keine Kommentare

Seit einer Woche widmet sich der „Hörsaal“ bei DRadio Wissen „Sprachen im Abseits“, also jenen Idiomen, die von immer weniger Sprechern im Alltag gelernt, genutzt und weitergegeben werden. Früher hätte man gesagt: „Sie sterben“. Oder: „Das sind (bald) tote Sprachen“. Die Metaphern rühren aus einer Zeit, in der Sprachen gern mit Organismen verglichen worden sind. […]

Weiterlesen...

Introduction / Exercise / Evaluation. Überlegungen zum ICM (Inverted Classroom Model) im Rahmen der Hochschuldidaktik

14. September 2012

3 Kommentare

ICM (Inverted Classroom Model) und „Vorlesung 2012“ In den letzten Wochen des Sommersemesters 2012 warf Ulrich Zeuner auf dem DaF-Blog Fragen auf, die in eine Diskussion über die Weiterentwicklung hergebrachter universitärer Lehr- und Lernmethoden mit den Möglichkeiten des Online-Tutorings mündeten. Dieser Tage ist der Sammelband Das „Inverted Classroom Model“ (ICM)* zur ICM 2012 erschienen und ich möchte die Gelegenheit hier nutzen, […]

Weiterlesen...

DaF-Blog: Lehren 1380 und 1658 und 2012?

8. Juli 2012

9 Kommentare

Ulrich Zeuner fragt auf dem DaF-Blog nach Perspektiven für die Weiterentwicklung hergebrachter universitärer Lehr- und Lernmethoden mit den Möglichkeiten des Online-Tutorings. Dabei setzt er auf eine Argumentation, die historische Entwicklungslinien nachzeichnet und die Abhängigkeit der Lehr- und Lernmethoden auch von medialen Bedingtheiten umsichtig mit einbezieht. So wird in dieser kurzen Skizze deutlich, dass sich nicht nur unser […]

Weiterlesen...

Zum Nachhören und Nachlesen

2. Juli 2012

Keine Kommentare

In der letzten Woche war in der Vorlesung zur „Einführung in die Angewandten Linguistik“ die so genannte ‚Werbesprache‘ als Teil der externen Unternehmenskommunikation Thema mit besonderer Berücksichtigung der rhetorischen Grundlagen der Persuasion. Zunächst kamen wir aber anhand einer betriebswirtschaftlichen Bestimmung dessen, was Unternehmenskommunikation sei, vor allem zu sprechen auf die Frage nach der „Reputation“ eines […]

Weiterlesen...

Ich weiß, was Du letzten Sommer gesagt hast. Möglichkeiten der maschinellen Autorenidentifizierung

25. Juni 2012

2 Kommentare

Joachim Scharloth* sprach im Rahmen des Seminars “Forensische Linguistik” über: Autorenidentifizierung und Autorschaftsverschleierung. Maschinelle Methoden in der forensischen Linguistik und Möglichkeiten ihrer Überlistung Wesentliches Anliegen war ihm, auf die Möglichkeiten und Risiken der maschinellen Autorenidentifizierung hinzuweisen. In der Informatik werden so genannte „unbewusste“ sprachliche Kriterien (Wortlänge, Satzlänge, Anzahl der Konnektoren, n-Gramme von Buchstaben, Anzahl der Ziffern etc.) für […]

Weiterlesen...

Sprache in den digitalen Medien — ein Interview

25. Juni 2012

Ein Kommentar

Das Interview erscheint gekürzt im Universitätsjournal der Technischen Universität Dresden in der Ausgabe 12/2012 (PDF) und wird hier mit freundlicher Genehmigung des UJ vollständig veröffentlicht. Sprache ist nie statisch, sie entwickelt sich, unterliegt verschiedenen kulturellen und ökonomischen Einflüssen. Was gestern als falsch galt, kann heute richtig sein. Immer beeinflussten jeweilige technische Entwicklungen Nutzung und damit auch Gestalt der […]

Weiterlesen...

Weiterführendes zur Lehre

14. Juni 2012

Keine Kommentare

Die Vorlesung „Einführung in die Angewandte Linguistik“ hatte heute „Massenkommunikation“ zum Gegenstand. In traditionellen Einführungen zu diesem Thema sind neuere Entwicklungen im Bereich des Web 2.0 weitestgehend noch nicht berücksichtigt. Vor allem die Grenzverschiebungen zwischen Kommunikatoren- und Rezipientenrollen und die damit verbundenen Konsequenzen für das Selbstverständnis der etablierten Massenmedien sind noch nicht hinreichend beschrieben im […]

Weiterlesen...

Spielt man erst, wenn man weiß, dass man spielt?

8. Juni 2012

2 Kommentare

Christine Stridde* sprach im Rahmen des Seminars „Pragmalinguistik“ über: „ein minne diu si von minne schiet“. Minnespiel und Wortspiel in Ulrichs von dem Tuerlin „Arabel„. Im Mittelpunkt ihres Vortrags standen spieltheoretische Überlegungen und deren Bedeutung für die hermeneutische Arbeit am Beispiel der vormodernen Arabel, in der im Erzählen über ein (Schach-)Spiel durch das (Sprach-)Spiel unterschiedliche […]

Weiterlesen...

Austin, Searle, Grice — und Derrida

26. April 2012

Keine Kommentare

In den letzten Sitzungen des Seminars „Pragmalinguistik“ haben wir gemeinsam Klassiker der „Pragmatik“ gelesen und besprochen — und einiges von, über und zu Jacques Derrida gehört. Zum Nachhören sei die heute angekündigte Besprechung der „Grammatologie“ Derridas empfohlen.

Weiterlesen...

Limitierung als Herausforderung für die Variationslinguistik

23. April 2012

Keine Kommentare

Das Varietätenmodell Heinrich Löfflers wird in der germanistischen Linguistik resp. Soziolinguistik sowohl in der Forschung als auch in der Lehre noch immer verwendet, auch wenn es heute in Bezug auf verschiedene Aspekte zu erweitern ist. Dazu gehören sicherlich die Berücksichtigung der Veränderungen der Medienlandschaft in den letzten 30 Jahren und deren Auswirkungen auf den Sprachgebrauch […]

Weiterlesen...

Gerontolinguistik — Sprache des Alters

22. April 2012

2 Kommentare

In der Vorlesung „Einführung in die Angewandte Linguistik“ und in verschiedenen Abschlussarbeiten im Bereich des Bachelor- und Masterstudiums wird die „Gerontolinguiustik“ als Thema fokussiert. Als Einstieg in das immer noch kaum bedachte und doch in den nächsten Jahren so wichtige Thema sei der online verfügbare Sammelband „Sprache und Kommunikation im Alter“ empfohlen, der von Reinhard […]

Weiterlesen...

Sprachspielerisch zum Ziel? „Currywurst ist SPD“.

16. April 2012

Ein Kommentar

Der Start ins neue Semester und das Seminar „Pragmalinguistik“, in dem wir uns vor allem mit dem Zusammenhang von Sprache und Spiel und noch genauer mit dem Zusammenhang von Sprache, Spiel und Werbung beschäftigen wollen, wird flankiert von einer Kampagne der SPD in NRW, die über Facebook dazu aufgerufen hat, ein Plakat für die anstehende […]

Weiterlesen...

Mann des Ostens, Mann der Kirche — Joachim Gauck und das Genitivattribut in einer „Korpuslinguistik ‚live‘ und ‚light'“

23. März 2012

Ein Kommentar

Heute wurde Joachim Gauck im Bundestag als elfter Bundespräsident der Republik vereidigt. Alle warteten gespannt auf seine Ansprache, für die Bundestagspräsident Norbert Lammert — passend zum sonnigen Wetter — in äußerst angenehmer Weise und mit seinem für treffsichere Spitzen bekannten Humor die Atmosphäre schuf. Als Linguist könnte man sich zwar auch für den Humor Lammerts […]

Weiterlesen...

Wozu Korpuslinguistik?

24. Februar 2012

4 Kommentare

Vor einiger Zeit habe ich mich hier kurz mit der Frage auseinandergesetzt, warum man sich mit „Konstruktionsgrammtik“ beschäftige. Heute wurde ich ein wenig ungläubig angeschaut, als ich in einem Nebensatz erwähnte, dass quantitative, statistische Verfahren inkl. unterschiedlicher Bildgebung durchaus nützlich sind, um dem einzelnen Sprachbenutzer unbewusst bleibende sprachliche Strukturen sichtbar zu machen, die sich erst […]

Weiterlesen...

Skandalisierung von oben — mitnichten!

22. Februar 2012

Keine Kommentare

Da nichts erfrischender ist als ein Blick auf die ungeschönte Wahrheit, wird der heutige Sprachpunkt sehr knapp ausfallen. Denn nach der Schlacht um den inzwischen zurückgetretenen BP Wulff (Skandalisierung von oben) klärt uns Bernd Gäbler anhand dieses Beispiels in der ZEIT auf, wie es um die (massenmediale) Wirklichkeit bestellt war und ist. Für Freunde des Kurzgefassten: […]

Weiterlesen...

X [ist] geschrumpft

15. Februar 2012

Keine Kommentare

„Schrumpfen“ ist landläufig kein äußerst positiv besetztes Verb. Es bedeutet, dass sich eine Entität verkleinert und zusammenzieht, runz(e)lig und umgangssprachlich „schrump(e)lig“ wird.[1] Es wird in dieser Form im Hochdeutschen seit dem 17. Jahrhundert verwendet, geht als Schwundstufe auf das mittelhochdeutsche „schrimpfen“ zurück, ist auch verwandt mit dem mittelniederdeutschen „scrimpen“ (deutlich ist die zweite Lautverschiebung erkennbar, […]

Weiterlesen...

Skandalisierung von oben

16. Januar 2012

2 Kommentare

Den (verlinkten) Artikel Ein präsidiales Selbstmissverständnis. Er weiß nicht, was seine Rolle bedeutet von Harald Welzer im Feuilleton der FAZ darf man nicht unkommentiert vorbeistreichen lassen.* Denn er  mag gern (wenigstens) drei Dinge in der Causa Wulff verbergen, die mit einander in Verbindung stehen. Sie sind Teil eines komplexen Rollenverständnisses der Akteure der Massenkommunikation, die […]

Weiterlesen...

Systematisches Bibliographieren — RSS-Feeds

23. Dezember 2011

Keine Kommentare

In der letzten Vorlesung „Sprachmedien und Mediensprache des Gegenwartsdeutschen“ (16.12.2011) hatte ich auf die Möglichkeit hingewiesen, dass man sich per RSS-Feed sehr komfortabel über den Inhalt neu erscheinender Hefte der Periodika von de Gruyter informieren lassen könne — damit schien es (endlich) ein Werkzeug zu geben, um in der Online-Recherche die zwei- bis dreijährige Lücke […]

Weiterlesen...

Sind sie heute unglücklich?

21. Dezember 2011

Keine Kommentare

Auf Entscheidungsfragen wie „Sind sie heute unglücklich?“ kann möglicherweise jeder Befragte sofort eine Antwort geben, da sie ihn selbst und seine Befindlichkeit unmittelbar betreffen. Sind sie Teil einer „repräsentative Umfrage“, dann stünden üblicherweise folgende Antwortmöglichkeiten zur Wahl: (1) ja, (2) nein, (3) kann mich nicht entscheiden. Ob dieselbe Person auf die Frage „Wie fühlen Sie sich […]

Weiterlesen...

„Believe in Steve“ (Bodo Warte)

19. Dezember 2011

Keine Kommentare

„Bodo Warte singt im 3Sat-Zelt auf dem Mainzer Lerchenberg seinen Song ‚Believe in Steve‘. (Der Song stammt noch aus den Lebzeiten von Steve Jobs, RIP)“. So kommentiert der User muhGoesStuttgart das verlinkte Video auf der Plattform Youtube. Für das Seminar „Sprache und Religion“, in dem wir uns nach dem Neujahr auch der Außenperspektive auf religiöse […]

Weiterlesen...

Die Nacht ist vorgedrungen

18. Dezember 2011

Ein Kommentar

Dem Lied „Die Nacht ist vorgedrungen“ sieht und hört man sein Alter nicht an — auf einem kleinen Konzert des Kammerchor Chemnitz wurde es heute von Wolfgang Richter angekündigt mit den Worten, dass wir mit ihm „wohl einen der schönsten Choräle“ mit dem Text von Jochen Klepper (1903-1942), der Melodie von Johannes Petzold (1912-1985) und […]

Weiterlesen...

Glauben, Wissen, Meinen

15. Dezember 2011

Keine Kommentare

Der Religionsphilosoph und evangelische Theologe Ingolf U. Dalferth beantwortet im Rahmen des Akademie-Forums „Glauben ist menschlich“ der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig die Frage „Ist Glauben menschlich?“ (http://goo.gl/qBz3N) Dalferth spricht zum Thema „Ist Glauben menschlich?“ (verlinkt ist die MP3-Datei) als religionsPHILOSOPH und beleuchtet das Verhältnis von Glauben, Meinen und Wissen aus philosophischer, linguistischer, anthropologischer […]

Weiterlesen...

Mark Zuckerberg wird neuer Datenschutzbeauftragter der EU!

12. Dezember 2011

Keine Kommentare

Es darf die Frage erlaubt sein, ob der blanke Hohn zur Gesetzmäßigkeit bei der Entscheidungsfindung postmoderner Staatlichkeit gehört. Anders lässt es sich nicht erklären, dass — entgegen aller Vernunft, narrativer Plausibilität und Welterfahrung — Guttenberg nun als EU-Berater Internetaktivisten in mutmaßlich repressiven Systemen unterstützen soll. Zweifelsohne, ein „Talent“ ist er in Bezug auf die Verbreitung […]

Weiterlesen...

Dialogsteuerung 2.0

12. Dezember 2011

Ein Kommentar

Mit „pluseinsen“ bei Google Plus und anderen Bewertungsroutinen (wie „gefällt mir“ bei Facebook etc.) kann man nicht nur seine Einstellung zu Posts in den Weiten digitaler Gespräche kundtun. Die Zeiten, in denen in Social Networks asynchron kommuniziert wurde, sind vorbei, da dank moderner Technik und Omnipräsenz auf allen internetfähigen Geräten Nachrichten auf Google Plus und […]

Weiterlesen...

ego laboro, ergo sum?

7. Dezember 2011

Keine Kommentare

Wohl kaum, würde Gero Hesse darauf antworten.[1] Denn er sieht einen „gravierende[n] Wertewandel“[2] im Gange, wenn etwa bei der Deutschen Bahn darüber nachgedacht wird, Führungskräften eine bezahlte Auszeit von einem halben Jahr zu gewähren. Auch wenn es sein mag, dass Hesse damit etwas überzieht,[3] so können die von ihm vor diesem Hintergrund formulierten Thesen zum […]

Weiterlesen...

Religion und Gewalt

7. Dezember 2011

Keine Kommentare

Die neue fünfteilige Reihe im „Hörsaal“ des Deutschlandradio Wissen setzt sich mit dem Thema „Religion und Gewalt“ in Vergangenheit und Gegenwart auseinander. Teil 1 Jan Assmann über das Verhältnis von Religion und Gewalt. Teil 2 Matthias Pohlig über das Konfessionelle Zeitalter Teil 3 Stephan Ruderer über die Legitimation(sversuche) der Militärdiktaturen in Argentinien und Chile Teil […]

Weiterlesen...

Brotip #305

29. November 2011

3 Kommentare

Die Argumentationslogik lehrt uns unter anderem, dass Argumentationen meist keiner expliziten Schlussregel bedürfen und dass Stützen für die Schlussregel bedacht eingesetzt sein wollen, um die Authentizität und damit Glaubwürdigkeit der Argumentation nicht zu gefährden. KT aka Karl Theodor zu Guttenberg strich Bedenken dieser Art bei seiner medialen Rückkehr vor wenigen Tagen, hier zusammengefasst in einem […]

Weiterlesen...

Parzival 2.0

25. November 2011

Ein Kommentar

Man muss noch nicht einmal aufmerksam die tagesaktuelle Diskussion verfolgen, um Zeuge zu werden, wie sich vor den eigenen Augen die Struktur des „Doppelten Kursus“ des Artusromans (ein Begriff, den der Altgermanist Hugo Kuhn mit der Beschreibung des „epischen Doppelpunktes“ im Erec prägte) diskursiv vollzieht: Mittelalterliche Versepen erzählen davon, wie ein junger, dynamischer und aufstrebender […]

Weiterlesen...

Bald wird aufgemännelt!

21. November 2011

Ein Kommentar

Heute Morgen wurde ich beim ersten Kaffee mit einem — wie ich zunächst annahm — Dialektismus überrascht. Wie nebenbei hieß es, dass ja nun nach Totensonntag bald „aufgemännelt“ werden könne. Auf der Fahrt ins Büro dachte ich immer noch darüber nach, wie gut das Verb „aufmänneln“ doch genau das beschreibt, worauf sich (beinahe) jeder im […]

Weiterlesen...

Aufmerksamkeit und Selektion

17. November 2011

Keine Kommentare

In der letzten Vorlesung war das zentrale Thema die Selektion, die zum einen von Seiten der Produzenten medialer Inhalte vorgenommen wird und zum anderen auch von Rezipienten, die aus verschiedenen Gründen unterschiedliche Programminhalte konsumieren. Diese rezipientenseitige Selektion zu steuern, indem die Aufmerksamkeit auf die eigenen Inhalte gelenkt wird, war als eine Möglichkeit der Steuerung durch […]

Weiterlesen...

Pfleger und Arbeiter im Weinberg der Sprache

9. November 2011

Keine Kommentare

Tagesaktuelle Debatten eignen sich denkbar schlecht für diskurslinguistische Analysen. Das hat seinen Grund vor allem darin, dass sich nur abgeschlossene Argumentationslinien in Aussagen und Aussagekomplexen eines Diskurses untersuchen lassen. Zugegebenermaßen ist das forschungspraktisch eine Notwendigkeit, um als Sprachwissenschaftler keine Prognosen über zukünftige Entwicklungen in einem Diskurs abgeben zu müssen — abgesehen davon, dass dies wissenschaftlich […]

Weiterlesen...

„Sprache und Ritual“

28. Oktober 2011

Keine Kommentare

Atkinson ahmt großartig den Sprachduktus einer Lesung aus dem Neuen Testament nach, spricht allerdings alles andere als einen kanonischen Text und kommt argumentativ schließlich zu einem ganz eigenwillig britischen „Gottesbeweis“. Rowan Atkinson – Amazing Jesus Rowan Atkinson – Amazing Jesus (deutsche Fassung)

Weiterlesen...

Heilige Räume

18. Oktober 2011

Keine Kommentare

Im Seminar „Sprache und Religion“ waren in der ersten Sitzung auch „Heilige Räume“ Gegenstand der hinführenden Überlegungen.  Hingewiesen hatte ich auf einen Vortrag von Paul Böhm, den Architekten u.a. der Moschee in Köln Ehrenfeld (im Bild), und die anschließende Diskussion mit dem Theologen Christoph Markschies. Vortrag und Diskussion sind nachzuhören auf den Seiten von Deutschland Radio Wissen.

Weiterlesen...

Weitere Anregungen für das Seminar „Diskurslinguistik“

18. Oktober 2011

Keine Kommentare

Im Seminar diskutierten wir kurz über die Frage der Euro-Rettung im Zusammenhang der Debatte um die Zukunft Griechenlands. Hingewiesen hatte ich auf die Studienabschlussarbeit „10 Punkte Plan/Wie funktioniert Geld?“ von Max von Bock, die in drei Teilen auf Youtube eingestellt ist ([1], [2], [3]). Angesichts der weltweiten Demonstrationen der „Occupy-Bewegung“ ist diese Arbeit und auch […]

Weiterlesen...