Über den „Sprachpunkt“

Sprachpunkt – germanistische Linguistik im Web 2.0: Veröffentlichungen im Internet haben auch in der germanistischen Linguistik an Gewicht gewonnen. Sie bieten Möglichkeiten, die traditionelle Veröffentlichungsformen (wie Monographien, Artikel in Sammelbänden oder Zeitschriften) aufgrund ihrer medialen Bedingtheiten nicht offerieren können:

OER3Blogartikel gehören genuin zu Inhalten der so genannten ’neuen‘ Medien. Sie sind für ein Publikum produziert, das technikaffin und aufgeschlossen ist gegenüber Applikationen des Web 2.0. Die Wissenschaft zeigt durch die Nutzung von Internetpublikationen, dass sie vorbereitet und in der Lage ist, auf die medialen Bedürfnisse der Wissens- und Informationsgesellschaft zu reagieren und die im Web 2.0 zur Verfügung stehenden kommunikativen Möglichkeiten für ihre Ziele in Forschung, Lehre und Außendarstellung effektiv zu nutzen.

Blogartikel laden zum diskursiven Austausch unter Fachkolleginnen und -kollegen ein, indem sie Denkanstöße bieten und in Mikrostudien nicht nur neue Gegenstände erschließen, sondern auch methodische Herangehensweisen an einen Gegenstand zur Diskussion stellen oder erste Ergebnisse dokumentieren.

Blogartikel zeigen Studierenden auf anschauliche Weise, wie wissenschaftliche Fragestellungen entwickelt werden. Forschung, Lehre und Diskussion über für die germanistische Linguistik relevante Gegenstände, Fragen, Themen und Methoden werden hier in neuartiger Weise in transparente Beziehung gesetzt und vernetzt. Aus diesem Grund — man könnte dies ja durchaus auch anders gestalten — werden in diesem Blog Kolumnen, Forschungsbeiträge und Lehrinhalte zusammengeführt.

Blogartikel reagieren auf tagesaktuelle Ereignisse und illustrieren Laien, welche Relevanz ein Ereignis aus sprachwissenschaftlicher Perspektive hat. Damit wird eine breite Öffentlichkeit für das vermeintlich Selbstverständliche, nämlich die eigene Muttersprache, und für die Wissenschaft, die sich damit auseinandersetzt, sensibilisiert.

Blogartikel fordern etablierte Formen der Wissens- und Wissenschaftsvermittlung heraus. Denn sie sind ein wertvolles Werkzeug für Transfer und Verbreitung wissenschaftlicher Ergebnisse an der Schnittstelle zwischen interner Wissenschaftskommunikation und öffentlichem Diskurs auf einem der Foren unserer Gesellschaft.